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<title>Zipflbob</title>
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<p>Der <b>Zipflbob</b>, <b>Zipfybob</b>, auch <b>Minibob</b>, ist ein <a href="Rodeln" title="Rodeln">Rodelgerät</a>, das 1969 von Johann Uttenthaler erfunden wurde.<sup id="cite_ref-US3522952A_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-US3522952A-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_und_Technik">Geschichte und Technik</h2></div>
<p>Als Grundlage für den mini bob diente eine Kohlenschaufel, auf der man, den Stiel voraus, über den Schnee rutschte. Diese Idee wurde 1969 von Johann Uttenthaler und Siegmund Loeger als Minibob umgesetzt. Nach dem Tod von Johann Uttenthaler im Jahre 1975 gingen die Patentrechte vollständig an die Firma Loeger über, welche den mini bob seit 1976 produziert und weltweit vermarktet.
</p><p>Seit 1976 wird der mini bob nahezu unverändert in Deutschland industriell aus Kunststoff hergestellt. Im Laufe der Zeit wurden kleinere Modifikationen am Griff, der Sitzfläche sowie der Aufschrift vorgenommen. Der mini bob besteht aus einer kleinen, kufenlosen Sitzfläche (daher kein <a href="Schlitten" title="Schlitten">Schlitten</a> im eigentlichen Sinne) sowie einem Haltegriff, der zwischen die Beine genommen wird, und als Bremse und zugleich – unterstützt durch die Füße – als Steuerhebel dient. Durch seine Form lässt sich der mini bob auch mit wenig Übung leicht und präzise steuern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichtliche_Vorläufer"><span id="Geschichtliche_Vorl.C3.A4ufer"></span>Geschichtliche Vorläufer</h2></div>

<p>Bereits in wesentlich früheren Zeiten, lange vor der Erfindung der Kohlenschaufel, wurde der Nutzen eines zentralen Haltegriffes am <a href="Schlitten" title="Schlitten">Schlitten</a> erkannt.
Bei dem abgebildeten Modell aus dem <a href="Tiroler_Volkskunstmuseum" title="Tiroler Volkskunstmuseum">Tiroler Volkskunstmuseum</a> befinden sich am Ende der stählernen Gleitkufen angeschmiedete Haken,
die durch Aufkippen des Schlittens mittels des „Zipfls“, zum Zwecke der Geschwindigkeitsverringerung in Eingriff mit dem Untergrund gebracht werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachbauten">Nachbauten</h2></div>
<p>Derzeit bieten vier weitere Produzenten Nachbauten des Mini-Bobs unter den Markennamen „Zione“ und „Zipfy“ an. Auch gibt es noch eine Weiterentwicklung unter dem Namen „Zipflracer“. Der Zione sowie der Zipfy sind, so deren Hersteller, aktualisierte Versionen des ursprünglichen Mini-Bobs, welche lediglich geringe optische und technische Änderungen aufweisen. Weniger wendig, dafür sehr spurtreu soll der Zipflracer sein, der eine deutlich andere Optik als der ursprüngliche Mini-Bob hat. Durch sein hohes Eigengewicht eignet er sich weniger für Kinder als eher für erwachsene Fahrer. Der Zione ist das jüngste Produkt in der Palette der kleinen Plastikbobs und unterscheidet sich ebenfalls kaum vom original Mini Bob.
</p><p>Der <i>Zipflbob 2.0</i> unterscheidet sich nur dadurch vom original Mini Bob, dass er je zwei Löcher an der Außenwand besitzt, durch die Metallstangen mit Rollen geschoben werden können. Auf Asphalt erreicht man damit Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Der_Mini_Bob_als_Sportgerät"><span id="Der_Mini_Bob_als_Sportger.C3.A4t"></span>Der Mini Bob als Sportgerät</h2></div>

<p>Seit 1999 werden mit dem Mini-Bob Rennen, unter anderem als <i>Zipflbob Cross</i>, ausgetragen. Dabei starten vier Fahrer gleichzeitig in den <a href="Parcours" title="Parcours">Parcours</a> mit Steilkurven, Sprüngen und Richtungstoren. Die beiden Schnelleren steigen jeweils in die nächste Runde auf, bis sich ein Finale der besten Fahrer ergibt. Weitere Disziplinen sind <i><a href="Downhill" title="Downhill">Downhill</a></i> und <i>Speed</i> mit Einzelzeitnehmung.
</p><p>Im Jahre 2002 wurde die erste <i>Zipflbob World Series</i> mit Rennen in Österreich, Deutschland und der Schweiz durchgeführt<sup id="cite_ref-SN_081231_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-SN_081231-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als internationale Meisterschaft nach FIS-Richtlinien. Die einzelnen Veranstaltungen nennen sich <i>Zipflbob Challenge.</i>
</p><p>Im September 2009 wurde der Zipflbob-Weltverband, die <i>International Zipflbob Federation</i> (IZF) gegründet. 30 offizielle Zipflbob-Rennen weist der Kalender des IZF für die Wintersaison 2009/2010 aus. Erstmals wurden Zipflbobrennen rund um den Erdball veranstaltet. Zu den traditionellen Zipflbob-Veranstalterländern Österreich, Deutschland und der Schweiz kamen erstmals Rennen in den USA, Italien und Frankreich.
</p><p>Den aktuellen Geschwindigkeitsweltrekord (2009) im Zipflbobrennen hält mit 157,34&nbsp;km/h der Pitztaler Frederik Eiter.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Allein in Österreich liegt die Zahl der Zipflbober jenseits der 5000er-Marke, Tendenz steigend. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Rennen nehmen mehrere Hundert Fans teil.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Zipflbob?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Zipflbob</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mini-bob.de/">offizielle Herstellerseite des original mini bob</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zipflbob.de/">Deutscher Zipflbobverein</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oezv.org/">Österreichischer Zipflbobverband</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-US3522952A-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-US3522952A_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Patent <a rel="nofollow" class="external text" href="https://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/biblio?locale=de_EP&amp;CC=US&amp;NR=3522952A">US3522952A</a>: <i>Toboggan or Sled.</i> Angemeldet am <span style="white-space:nowrap;">19.&nbsp;März 1969</span>, veröffentlicht am <span style="white-space:nowrap;">4.&nbsp;August 1970</span>, Erfinder: Johann Uttenthaler.</span><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Apatent&amp;rft_id=US3522952A&amp;rft.applcc=US&amp;rft.title=Toboggan+or+Sled&amp;rft.inventor=Johann+Uttenthaler&amp;rft.appldate=1969-03-19&amp;rft.pubdate=1970-08-04">‌</span></span>
</li>
<li id="cite_note-SN_081231-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-SN_081231_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Gnaiger: <cite style="font-style:italic">Guter Rutsch mit dem Zipflbob</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Salzburger Nachrichten</cite>. 31.&nbsp;Dezember 2008, Lokalteil, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>15</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Zipflbob&amp;rft.atitle=Guter+Rutsch+mit+dem+Zipflbob&amp;rft.au=Peter+Gnaiger&amp;rft.btitle=Salzburger+Nachrichten&amp;rft.date=2008-12-31&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=15" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090414_OTS0203/spektakulaerer-geschwindigkeits-weltrekord-am-pitztaler-gletscher-bild">Spektakulärer Geschwindigkeits-Weltrekord am Pitztaler Gletscher</a></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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